Einleitung

Eine der häufigsten Fehlstellungen am Fuß ist der Hallux valgus, auch Ballenzehe, Schiefgroßzehe oder Großzehenballen genannt. Er führt oft zu schmerzhaften Druckstellen und Bewegungsschmerzen im Großzehengrundgelenk, Überlastung der angrenzenden Zehen und Verdrängung der 2. Zehe.

Die Ursachen

Der Hallux valgus betrifft überwiegend Frauen mit familiärer Veranlagung, Gewebeschwäche und Senk-Spreizfuß. Begünstigt wird die Fehlstellung durch enges Schuhwerk, angeborene Fehlstellungen des 1. Mittelfußknochens und selten Rheumaerkrankungen. Durch die Veränderung der Zehenstellung mit Sehnenverlagerung in Richtung Fußaußenrand kommt es zu muskulärem Ungleichgewicht, Druckerhöhung am Mittelfußballen und Bildung eines schmerzhaften Überbeins. Schwielen und Entzündungen sind die Folge. Die Änderung der Zehenachse mit Drehfehlstellung führt dann auch zu Krallenzehbildung, Mittelfußüberlastung der 2. bis 4. Zehe und gestörtem Abrollverhalten des Vorfußes.

Die Therapie

Wenn die Beschwerden konservativ mit Einlagen, Schuhzurichtungen und Krankengymnastik nicht zu beheben sind, muss de Großzehe operiert werden. Hierzu wurden in den letzten Jahrzehnten über 100 OP-Verfahren veröffentlicht. Da sich die Fußchirurgie damit immer mehr zu einem Spezialgebiet entwickelt hat, kann im Einzelfall das optimale Verfahren nur noch durch den Fußexperten gefunden werden.

Das Ausmaß der Fehlstellung am Fuß und Röntgenbild wird genau vermessen du anhand der Winkelgrade und Begleitfehlstellungen das optimale operative Verfahren festgelegt. Je nach Ausdehnung der Operation kann diese ambulant, tagesklinisch oder stationär erfolgen.

Die Operationsverfahren

Standardmäßig werden knöcherne Überbeine (Exostosen) abgetragen und Kapsel- bzw. Sehnenstrukturen gelöst. Dies ist auch zur Vorbeugung von erneuten Fehlstellungen (Hallux valgus Rezidiv) wichtig.

Häufige Operationsverfahren sind bei leichten bis mittelschweren Fehlstellungen gelenknahe Umstellungen des Mittelfußköpfchens in der so genannten Chevron-Technik. Hier gibt es verschiedene Modifikationen (OP n. Scarf, Reverdin, Austin u. a.).

Bei schweren Fehlstellungen reichen diese Verfahren aber nicht aus, so dass ausgedehntere Korrekturen des 1. Mittelfußknochens erforderlich sind. Dabei wird z. B. eine Umstellung und Verschraubung am Übergang von Fußwurzel zum 1. Mittelfußknochen durchgeführt. Diese Verfahren (OP n. Lapidus) erfordert aber eine längere Vorfußentlastung über 6 – 8 Wochen im Spezialschuh.

Die Nachbehandlung

Die richtige, individuelle Nachbehandlung ist für das langfristige Ergebnis dennoch entscheidend. Im Spezialschuh ist die Belastung meist schon nach wenigen Tagen möglich. Häufig werden Pflasterverbände, Krankengymnastik und manuelle Lymphdrainage eingesetzt. Insgesamt können häufig sehr schöne kosmetische und gut funktionelle Ergebnisse erzieht werden.

Klicken Sie um den Text des Buttons zu ändern.

Termin vereinbarn

Klicken Sie um den Text des Buttons zu ändern.

Flyer herunterladen