UNFALLCHIRURGIE

Unser Leistungsspektrum im Bereich Unfallchirurgie

Die Unfallchirurgie ist ein weites Feld, das von unserem Spezialisten Dr. Hartmann umfassend abgedeckt wird. Bei ihnen sind Sie in den besten Händen, von der schmerzhaften Muskelzerrung bis hin zum komplizierten Knochenbruch. Jede Maßnahme erfolgt dabei in enger Absprache mit unseren Patienten, denn Sie sollen genau wissen was mit Ihnen passiert. Hier ein Überblick über unser Leistungsspektrum:

  • Konservative (nicht – operative) und operative Versorgung von Knochenbrüchen
  • Behandlung von Sehnen und Muskelverletzungen
  • Behandlung von Unfallfolgen mit korrigierenden OP-Verfahren bis zum künstlichen Gelenkersatz
  • Begutachtung von Unfallfolgeschäden
  • Behandlung von Arbeits- und Schulunfällen im Rahmen der berufsgenossenschaftlichen Heilbehandlung (Durchgangs-Arzt-Verfahren)

Unsere Spezialgebiete

  • Konservative und operative Behandlung von Bandverletzungen (Kreuzbandrisse am vorderen und hinteren Kreuzband, Seitenbandrisse am Kniegelenk und Bänderrisse am Sprunggelenk)
  • Operative Behandlung von Knorpelschäden unter Verwendung von speziell gezüchteten körpereigenen Knorpelzellen ( „autologe Knorpelzelltransplantation“/ ACT)
  • Behandlung von Sportunfällen und Folgezuständen
  • Behandlung von Muskelverletzungen nach Sportunfällen mittels spezieller Infiltrations-, Tape- und physikalischer Methoden

ARBEITS-/ SCHULUNFÄLLE

Bei Arbeits- und Schulunfällen hilft Ihnen Dr. Sven Hartmann. Er ist Facharzt für Chirurgie/Unfallchirurgie und Orthopädie, sowie zugelassener Durchgangsarzt der Berufsgenossenschaften.

Ohne größere Wartezeiten werden Sie im Falle eines Unfalls in unserer Praxis konservativ (nicht-operativ) und operativ versorgt. Dank unserer Kooperation mit der Kreisklinik Wörth an der Donau können unsere Patienten bei schweren Verletzungen auch stationär behandelt werden.

BANDSCHEIBENBEDINGTE ERKRANKUNGEN

Bandscheibenschäden und die damit verbundenen Funktionsstörungen sind seit jeher eine Domäne der Orthopädie. Die speziellen anatomischen Beziehungen der WirbelsäulenbandscheibenZu wichtigen Strukturen des Bewegungsapparates und ihrer Funktion. Für den gesamten Bewegungsablauf bedingen ein fachgerechtes Herangehen schon bei der ersten Befragung und Untersuchung des Bandscheibenpatienten. Zur richtigen Behandlung führt nur die genaue Erhebung der Krankheitsdaten und Symptome und der damit verbundenen Funktionsstörungen, ergänzt durch Bild gebende Verfahren wie Röntgen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomogramm (MRT).

Die Beschwerden bestimmen die Therapie:

Wird ein Bandscheibenvorfall festgestellt, so orientiert sich die Behandlung an den Beschwerden. An erster Stelle steht immer die so genannte konservative Therapie, die aus aktiven( z.B. Krankengymnastik) und passiven Methoden( z.B. Wärmebehandlung, Massagen) besteht. Bei Bedarf werden diese Behandlungen unterstützt von Schmerz lindernden oder Muskel entspannenden Medikamenten. Auch alternative Methoden wie Neuraltherapie oder Akupunktur kommen in Betracht.
Auch ein Versuch mit Entspannungstherapie, Rückentraining bzw. medizinischer Kräftigungstherapie lohnt sich.
Zur konservativen Therapie zählen auch die schon deutlich intensiveren und invasieveren Maßnahmen wie Injektionen, die direkt an die Schmerzquelle herangebracht werden, auch manchmal direkt in den Rückenmarkskanal gespritzt werden (Epi- und Periduralanästhesie, Facettengelenksanalgesie, Nervenwurzel-Analgesie, Grenzstranganästhesie) Diese dienen nicht nur der Schmerzlinderung, sondern auch der lokalen Muskelentspannung, Entzündungshemmung und Unterbrechung überlastender und damit schädlicher Reflexe.

Helfen all diese Maßnahmen nicht, kommt eine Operation in Betracht.

Ohne Frage: Niemand begibt sich gerne unters Messer. Dennoch ist eine Operation für zahlreiche Bandscheibenpatienten die einzige Chance, ihre Beschwerden dauerhaft loszuwerden und zu ihrer ursprünglichen Lebensqualität zurückzufinden. Speziell wenn die umliegenden Nerven bereits in Mitleidenschaft gezogen sind, die Schmerzen ein unerträgliches Ausmaß annehmen oder gar Lähmungserscheinungen auftreten, reichen konservative Verfahren wie Krankengymnastik und Co. Allein oft nicht mehr aus. Bei solch einer Operation entfernt oder reduziert der Arzt das hervorgetretene Bandscheibengewebe, das auf die Nerven drückt.

Operationen durchs „Schlüsselloch“: Schonend und wirkungsvoll Moderne Operationsverfahren lösen klassische offene Eingriffe mehr und mehr ab. Dazu gehört auch die so genannte minimal-invasive Chirurgie bei Bandscheibenoperationen, bei der die Ärzte mit Hilfe technisch ausgefeilter Instrumente und Geräte quasi durch eine Art Schlüsselloch arbeiten und gar kein Skalpell mehr benötigen. Diese Technik ermöglicht besonders schonende Bandscheibenoperationen. Der übliche fünf bis zehn Zentimeter lange Schnitt am Rücken entfällt, stattdessen nimmt der operierende Arzt den Eingriff über einen kleinen Einstich mit einer Hohlnadel vor.

IDET und TESSYS

In unserer Praxis werden im Wesentlichen zwei solcher Verfahren mit unterschiedlicher Indikation und Zielsetzung angewendet.

Zum einen die IDET Methode (= Intra Discale Elektrothermische Therapie)

Zum anderen das TESSYS Verfahren mittels Endoskop.

Beide unblutigen Verfahren dienen der Beseitigung oder Reduktion eines Bandscheibenvorfalls und besonders der Entlastung des vom Bandscheibenvorfall bedrohten Nervengewebes. Zusätzlich kann durch Verödung überempfindlich gewordener Nervenenden effektive Schmerztherapie betrieben werden. Auch die gefürchtete knöcherne Enge des Rückenmarkskanales oder der Nervenaustrittslöcher, die so genannte Stenose kann damit behandelt werden.
Bei der IDET Methode wird ein flexibler Katheter in den Bandscheibeninnenraum eingeführt und exakt im Vorfall platziert. Durch Hitzeeinwirkung (innerhalb der Bandscheibe schmerzfrei !) wird der Vorfall gezielt verkleinert, die Bandscheibenwand wird thermisch stabilisiert und Schmerzfasern werden verödet. Dieser Eingriff eigenet sich besonders für kleinere Bandscheibenvorfälle oder Protrusionen, welche den Nervenkanal nicht vollständig verlegen, aber durch Instabilität und Belastungsabhängige Irritation ständig Beschwerden hervorrufen. Typisch dafür ist der Schmerz im Sitzen oder der immer gleiche Schmerz im Bein bei bestimmten Bewegungen. Die Bandscheibe wird bei diesem Verfahren weitgehend erhalten. Bei der Therapie mit TESSYS wird eine regelrechte Bandscheibenresektion vorgenommen und der Nervenkanal erweitert. Dies geschieht mit dem Endoskop.

Das Gewebe rund um die Wirbelsäule wird durch den Eingriff nicht verletzt. Dadurch treten keine größeren Narben auf, das Infektionsrisiko ist erheblich reduziert, und der Heilungsprozess verläuft in der Regel unkomplizierter als bei klassischen Operationsmethoden. Zu anschließenden Wund- und Muskelschmerzen kommt es nur sehr selten. Durch die schonende Teilnarkose können die Patienten bereits wenige Stunden nach dem Eingriff wieder aufstehen und oft schon am gleichen oder am Folgetag die Klinik verlassen.

Das Operationssystem verwendet einen seitlichen endoskopischen Zugangsweg über das Zwischenwirbelloch (Foramen), nutzt also quasi einen natürlichen Einstieg. Während der Operation befindet sich der Patient in stabiler Bauch- oder Seitenlage. Durch eine Arbeitshülse wird ein Endoskop unter Röntgenkontrolle in das Operationsgebiet vorgeschoben, das Zwischenwirbelloch wird mit speziellen Fräs-Instrumenten schonend erweitert. Danach kann unter ständiger Sicht durch eine vergrößernde Optik und Kamera-Bildgebung das ausgetretene Bandscheibengewebe zielgenau aufgesucht und perfekt gesteuert entfernt werden. Das Endoskop erlaubt dann auch die Sichtkontrolle der befreiten Nervenbündel.
Studien belegen:
Wer ein minimal-invasives modernes Operationsverfahren wählt, ist besonders schnell wieder auf den Beinen. Die Patienten haben im Vergleich zu herkömmlich operierten Bandscheibenpatienten einen um Wochen bis Monate beschleunigten Genesungsprozess.

SPEZIELLE SCHMERZTHERAPIE

Schmerzzustände sind heute für viele Menschen etwas Alltägliches, sei es in der Familie, im Freundeskreis oder am eigenen Leib. Dabei haben Schmerzen im Körper eigentlich eine wichtige Schutzfunktion und weisen auf Gewebeschäden und deren Ursachen hin. Bei Patienten mit chronischen Schmerzen haben diese ihre hilfreiche Funktion zum Teil verloren und beeinträchtigen die Lebensqualität ganz erheblich. Als Folge chronischer Schmerzen treten neben Bewegungs- und Funktionsstörungen des Bewegungsapparates aber auch häufig Depressionen, Angstzustände und eine Verminderung des Selbstwertgefühls, häufig mit sozialer Isolation auf, welche eine ganz andere und vom akuten Schmerz deutlich zu unterscheidende Betrachtungs- und Vorgehensweise verlangen.

In spezieller Schmerztherapie ausgebildete Ärzte und Therapeuten können durch differenzierte Diagnostik und Erstellung eines multimodalen Behandlungskonzeptes Wege zur Schmerzreduktion aufzeigen. In unserer Praxis haben Frau Dr. Paredes Santiago und Herr Dr. Kretzer diese Spezialausbildung und dürfen die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ führen.

Schmerztherapie findet in allen Bereichen der ambulanten orthopädischen Behandlung statt. Spezielle Schmerztherapie wird ebenfalls bei gesicherter Schmerzchronifizierung ambulant angeboten. In besonderen Fällen ist aber nur durch eine stationäre multimodale Schmerzbehandlung ein ausreichender Erfolg zu sichern.

NEU: Stationäre multimodale Schmerztherapie in Kooperation mit der Kreisklinik Wörth

Gemeinsam mit Frau Dr. Ulrike Probst und Herrn Dr. Stefan Hundt vom Krankenhaus Wörth an der Donau wurde jetzt ein multimodales Behandlungskonzept erarbeitet. Hier wird auf die spezielle Schmerzsituation jedes einzelnen Patienten individuell eingegangen. Fachübergreifend werden die dann erforderlichen Therapiekomponenten abgestimmt.

Kontakt:
Sekretariat Schmerztherapie Kreisklinik Wörth
Tel: 09482/202-593 (Mo. – Fr. 08:00 – 12:00 Uhr)
Email: schmerztherapie@kreisklinik-woerth.de

ANÄSTHESIE

Wir bieten Ihnen in der Praxisklinik die sichersten und modernsten Anästhesieverfahren.

Bereits wenige Minuten nach der Operation sind Sie wieder fit, völlig orientiert und erhalten, wenn Sie dies wünschen, sofort im Aufwachraum zu trinken und zu essen.

Bei größeren und schmerzintensiven Eingriffen kommen die modernen peripheren Nervenblockaden zum Einsatz. Hierbei werden einzelne Nerven gezielt betäubt, um Ihnen die Zeit nach der Operation möglichst schmerzarm zu halten.

Auch nach einem Eingriff lassen wir Sie nicht allein, denn die Patientenbetreuung geht bei uns bis in die Nacht nach der OP. Falls keine Übernachtung nötig sein sollte, melden sich unsere Anästhesisten telefonisch bei Ihnen zu Hause, um eventuelle Fragen zur Schmerztherapie, akute Probleme oder anderweitig offene Fragen zeitnah mit Ihnen zu klären.

RHEUMA-ERKRANKUNGEN

Den Bereich der Rheuma-Erkrankungen deckt unser neues Mitglied im Ärzteteam, PD Dr. Köck, seit dem 01. April 2012 ab. Bei ihm sind Sie mit Ihren Rheuma-Beschwerden in den besten Händen. Er besitzt neben der Schwerpunktbezeichung „Rheumatologie“ eine umfassende und langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der konservativen und operativen Rheuma-Orthopädie.

Für die Therapie dieser bekannten Volkskrankheit bieten wir Ihnen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten an, wobei die für den jeweiligen Patienten passende Therapie in enger Kooperation mit dem behandelnden internistischen Rheumatologen ganz nach Art und Schwere der Erkrankung festgelegt wird.

Neben der traditionellen medikamentösen Behandlung besteht die Möglichkeit der sogenannten Synoviorthese, bei der die betroffene Schleimhaut mittels Injektionen verödet wird. Das abgestorbene Gewebe wird vom Körper abgebaut und letztendlich ausgeschieden.

Eine zweite Behandlungsoption ist die operative Entfernung der entzündeten Gelenkschleimhaut (Synovektomie). Hierbei wird die entzündete Gelenkschleimhaut arthroskopisch, also ohne das Gelenk offen zu legen, entfernt. Zu weiteren Weichteiloperationen die von Dr. Köck durchgeführt werden, zählen die Entfernung von Schleimbeuteln (Bursektomie), von entzündetem Sehnengleitgewebe (Tenosynovektomie) und von Rheumaknoten. Doch wir entfernen nicht nur schadhaftes Gewebe. Auch die Rekonstruktion und der Ersatz von entzündlich zerstörten Sehnen werden von Dr. Köck durchgeführt.

Den letzten Mosaikstein in der Behandlung unserer Rheuma-Patienten stellen die offenen Gelenkeingriffe dar. Diese werden nötig bei Gelenkumformungen (Arthroplastik), bei der Geradestellung deformierter Gelenke, sowie beim künstlichen Gelenkersatz. Dank der modernen OP-Verfahren ist das heutzutage im Bereich der Zehen, des oberen Sprunggelenks, des Knie-, Hüft-, Schulter-, und Ellbogengelenks, bis hin zu einzelnen Fingergelenken möglich. Das sichert Ihren Alltag und Ihre Mobilität.

REHABILITATION

Die Rehabilitation ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres Leistungspakets und umfasst folgende Punkte:

  • Prävention von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Diagnostik und Therapie von Schmerzsyndromen und Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Erstellung von Therapieplänen und Verordnung von individuell indizierter Physiotherapie , Balneophysikalischer Therapie, Ergotherapie, Rehasport
  • Ziel ist die Beseitigung oder Verminderung von Krankheitsfolgen, Verbesserung gestörter Funktion
  • Beratung und Verordnung von Hilfsmitteln
  • Beratung und Beantragung von Rehabilitationsmaßnahmen